Die Blutegeltherapie ist ein Verfahren, wobei es zu einem geringen Aderlass kommt und sich gleichzeitig eine antientzündliche sowie schmerzlindernde Wirkung entfaltet.

 

Es gibt Indikationen, bei denen man das Blutegelverfahren anwenden kann:

  • Gelenkerkrankungen wie Arthrose, Arthritis, Rheuma, Gicht, chronische Nacken-, Schulter- und Rückenbeschwerden
  • Herz-Kreislauferkrankungen
  • Blutergüsse
  • Leberstau
  • Lymphstau
  • Migräne
  • Venenerkrankungen wie Besenreiser, Krampfadern, Thrombosen und Hämorrhoiden

 

Viele Patient*innen profitieren von der schmerzlindernden und antientzündlichen Wirkung der Blutegeltherapie bei Arthritis und Arthrose. Es werden Entzündungsprozesse gestoppt und die Durchblutung bessert sich. Dieses lässt sich auf einen Wirkstoff namens Eglin, welches die Blutegel injizieren zurückführen. Die schmerzlindernde Wirkung tritt manchmal schon während der Behandlung auf, da der Blutegel beißt und sofort ein betäubendes Sekret injiziert. Manche Patient*innen empfinden die Behandlung als etwas schmerzhaft, andere berichten davon, es sei wie ein Mückenstich oder ein Gefühl von Brennnesseln. Ein anderer Wirkstoff, den der Blutegel produziert ist Hirudin, wodurch es zu einer verlängerten Blutung kommt. Der Blut- und Lymphstrom wird angeregt, eine blutreinigende, entstauende und entgiftende Wirkung wird entfaltet. Zeitgleich werden die Blutgerinnung und die Proteolyse gehemmt, wodurch es zu einer Nachblutung kommen kann, was einem Miniaderlass gleichkommt. Auch dieses ist erwünscht.

Die Behandlung dauert etwa 30 – 90 Minuten.

 

So bewirkt eine Blutegelbehandlung eine Linderung der Schmerzen und eine Entgiftung. Gleichzeitig wird der menschliche Körper entwässert. Der kleine Blutverlust führt unseren Körper dazu, die Blutbildung anzuregen. So muss man ca. 10 – 15 ml Saugmenge pro Blutegel und 10 – 15 ml Nachblutung rechnen. Dieses ist ein gutes Training für das Knochenmark.

 

Zu Beginn der Saugphase entsteht ein leichtes Stechen und Brennen, vergleichbar mit einer Brennnessel, was innerhalb einiger Minuten nachlässt. Die Blutegel suchen sich selber die besonders belastete Stelle. Danach beißen sie und kriechen nicht mehr weiter herum. Wenn die Tiere satt sind lassen sie los. Ein dicker Verband saugt das, aus der Wunde sickernde Blut auf. Nach einigen Stunden muss der Verband Zuhause gewechselt werden.

 

Beachten Sie bitte, dass sie zwei Tage vor der Behandlung keine Duftstoffe, Parfum, Seife, Salben, Duschgel, Rasierwasser, Badezusätze auf die Haut auftragen.

 

Kontraindikationen für eine Blutegeltherapie sind die Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten sowie massive Lebererkrankungen.

Des Weiteren sollten Patient*innen mit immunsuppressiver Therapie, Blutgerinnungsstörungen, Hämophilie, Thrombozytopenie, Anämie bzw. einem Hämoglobinwert unter 10 g/dl und Schwangere keine Behandlung mit Blutegel in Anspruch nehmen.

Auch bei einer Magenschleimhautentzündung mit Schleimhautdefekten, Magen-Darm-Blutungen, Magengeschwüren als auch bei schweren Immundefekten oder medikamentöser Unterdrückung des Immunsystems, bei einem grippalen Infekt oder während der Menstruation ist eine Blutegelbehandlung kontraindiziert.

Ebenfalls besteht eine Kontraindikation bei arterieller Verschlusskrankheit, Diabetes mellitus und akut entzündlichen Hauterkrankungen

Außerdem ist von einer Blutegelbehandlung abzuraten, falls Patient*innen drei Tage vor einer Zahnextraktion oder einer Operation steht.

 

Die Erfahrung zeigt, dass die Blutegeltherapie im Vergleich zu konventionellen Behandlungen besser abschnitt. Die Beweglichkeit z. B. im Kniegelenk konnte verbessert werden und die Schmerzen waren reduziert.

 

Wenn Sie Interesse an dieser alternativen Behandlungsmethode haben, sprechen Sie uns bitte an.