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Am Mittwoch, den 23.10.13 hat im Medizinischen Versorgungszentrum für körperliche und psychische Gesundheit Timmermann und Partner und der Praxis für Ergotherapie C. Johannsen in Hemmoor eine Veranstaltung zum Thema „Einnässen tagsüber und nachts“ stattgefunden.

Gleichermaßen wurden Ärzte unterschiedlicher Institutionen, Schulen, Kindergärten und auch Betroffene angesprochen.

Der Referent Herr Dr. Laabs aus dem Elbe Klinikum Stade ist Facharzt für Urologie und referierte über Indikationen, notwendige Untersuchungen zum Therapieentscheid, die Therapiemöglichkeiten und Medikation sowie deren Wirksamkeit.

Sofern der Facharzt für Urologie alle nötigen Untersuchungen durchgeführt und körperliche Ursachen (z.B. betreffend des Nieren-Blasen-Systems) ausgeschlossen hat, veranlasst er zu einer ergotherapeutischen oder psychosomatischen Abklärung und Behandlung. Er berichtete außerdem darüber, welche Erfolge mit Hilfe der verschiedenen Therapiemöglichkeiten erzielt werden können.

Die Erfolgsquote bei der Behandlung von Enuresis (Einnässen) betrage durchschnittlich 80%. Bei in etwa über 10% der Fälle reicht allein das Aufsuchen des Arztes, bzw. das Vorstellungsgespräch, aus, um die Patienten zu heilen.

Anschließend stellte die Ergotherapeutin Christine Johannsen das von ihr angewandte Wahrnehmungstraining vor. Dieses besteht aus drei Grundbausteinen; Dem Training der Wahrnehmung (hierbei lernt das Kind zusammen mit dem Therapeuten die Wahrnehmung auf die eigene Blase zu richten und diese zu erspüren und bekommt Hausaufgaben und Übungen für zu Hause mit), der Elternarbeit und (eventuell später) aus der apparativen Verhaltenstherapie.

Des Weiteren griff der Facharzt für Allgemeinmedizin und Psychosomatische Medizin Herr Timmermann das Thema Psychosomatischen Medizin auf. Er betonte wie wichtig es sei, das gesamte Umfeld des Kindes mit in die Behandlung einzubeziehen, da das Einnässen oftmals ein Symptom sei, welches häufig durch Probleme verursacht wird, die beispielsweise in Familie, Kindergarten oder Schule ihre Wurzeln haben.

Nach einer allgemeinen Diskussionsrunde mit den teilnehmenden Gästen war der Tenor, dass dieses Thema enttabuisiert werden und mehr in den öffentlichen Fokus rücken muss.

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