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Am Freitag den 14.11.2014 und Samstag, den 15.11.2014 fand eine Fachtagung zum Thema „Psychosomatik stellt sich vor“ im Medizinischen Versorgungszentrum für körperliche und psychische Gesundheit statt. Begrüßt wurden die Gäste um 10:00 Uhr durch Herrn Jochen Timmermann, ärztlicher Leiter des Versorgungszentrums, der den Gästen das Konzept des MVZ erläuterte. Dies wurde anschließend mit einem Film über die Entstehung und Arbeit des MVZ veranschaulicht. Anschließend fanden den ganzen Tag über eine Vielzahl von Vorträgen statt. 

„STRESSBEDINGTE RÜCKENSCHMERZEN“

Den Anfang machten Physiotherapeutin Petra Huschle und Thorsten Reinhard- Huschle, Physiotherapeut und Pädagoge, die gemeinsam einen Vortrag über stressbedingte Rückenschmerzen hielten.

Der aktive Teil der Präsentation zu stress bedingten Rückenschmerzen gestaltete sich aus leichten Übungen zur Körperwahrnehmung und zur Atmung sowie einem theoretischen Teil mitlehrreichen Informationen zum Thema.

„ERNÄHRUNGSBEHANDLUNG IN DER PSYCHOSOMATISCHEN MEDIZIN“

Parallel dazu fand der Vortrag von Stefanie Rieper, Ökotrophologin (M.Sc.), über die Ernährungsbehandlung in der Psychosomatischen Medizin statt. Er veranschaulichte die Bedeutung der Ernährungsbehandlung hier im MVZ und bot viel interessantes theoretisches Wissen über die Wechselwirkungen zwischen der Ernährung und dem psychischen Wohlbefinden aber auch der Ernährung und des Körperbewusstseins. Letzteres wurde mit der Übung „Bewusstes Essen“ leibhaftig verdeutlicht.

„SOMATOPSYCHIK- CHANCEN ZUM DIALOG“

Weiter ging es dann mit dem Vortrag „Somatopsychik- Chancen zum Dialog“ von Herrn Mirko Morisse, Arzt und ärztlicher Psychotherapeut in der sysTelios Klinik, Heidelberg. In seinem Vortrag ging es unter anderem darum, die Symptome in ihrer Wechselwirkung von Körper, Seele und Geist zu verstehen und für neue kreative Lösungen zu nutzen.

Von Bedeutung ist dabei, neben dem Ausmaß der körperlichen Symptome, auch das Betrachten möglicher Selbstentwertungstendenzen der Betroffenen. Während des Vortrages, der darauf abzielte Interesse zu wecken und Informationen über die Gestaltung des inneren Erlebens zu erhalten, war die Stimmung der Zuhörer sehr ausgelassen.

Zudem erfreuten die Gäste sich an der anschaulichen Präsentation des Themas. In der Mittagspause war für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt. Es stand ein umfangreiches Buffet mit verschiedenen kleinen Häppchen und Kuchen im Café bereit.

„STELLENWERT DER PSYCHOONKOLOGIE IM GESAMTKOMPLEX DER BEHANDLUNG VON BÖSARTIGEN ERKRANKUNGEN“

Anschließend fand dort eine Diskussionsrunde zum Thema „Stellenwert der Psychoonkologie im Gesamtkomplex der Behandlung von bösartigen Erkrankungen“ unter der Leitung von Dr. med. Klaus
Fenchel statt. Bei dieser lebhaften Diskussion zwischen Herrn Timmermann, Dr. med. Fenchel sowie
Patienten und Interessierten wurde die Bedeutung des Zusammenhangs zwischen Körper und Seele bei
Krebskranken erläutert. Hierbei wurde hervorgehoben, dass die psychoonkologische Behandlung
während der Therapie von sehr hoher Bedeutung ist.

Aber auch die Haltung der erkrankten Persongegenüber der Erkrankung ist grundlegend für den Er
folg einer Therapie wichtig. Aufgrund der Wichtigkeit von Psychologen und Psychotherapeuten i
n der Onkologie befindet sich Herr Jochen Timmermann zur Zeit in einer Weiterbildung zum Psychoonkologen.

„STIMMHYGIENE- DIE GESUNDERHALTUNG DER STIMME“

Zeitgleich startete der Vortrag zur „Stimmhygiene- Die Gesunderhaltung der Stimme“ von Logopädin
Desirée Blank, die nach einer kurzen Einführung in die Anatomie des Kehlkopfes ihren Zuhörern Tipps, Übungen und Informationen zur Gesunderhaltung der Stimme gab. Zudem wies sie auf die
Symptome hin, die auf eine Stimmproblematik hinweisen könnten.

„SENSOMOTORISCHE ÜBUNGSBEHANDLUNG MIT DEM MEDIUM PFERD“

In dem Vortrag von Torgeir Hatzel- Meimers, zertifizierter Reittherapeut nach ESO, berichtete dieser über die „sensomotorische Übungsbehandlung mit dem Medium Pferd“ in der ambulanten psychosomatischen Versorgung und speziell hier im MVZ Timmermmann & Partner. Hierbei steht die Beziehung zwischen
Pferd und Mensch im Vordergrund. Das Pferd hat eine beruhigende Wirkung auf den Menschen
aufgrund seiner höheren Körpertemperatur und seines niedrigeren Pulsschlags. Somit ist der Mensch
empfangsbereit und es fällt ihm leichter sich zu öffnen. Das Pferd spiegelt außerdem das seelische
Befinden des Patienten wieder, da es ihn zu 100% vorbehaltlos so annimmt wie er ist.

„SELBSTVERLETZENDES VERHALTEN BEI KINDERN UND JUNGEN MENSCHEN“

Im Anschluss informierte Ergotherapeutin Carolin Baucke über „selbstverletzendes Verhalten bei Kindern und jungen Menschen“. Bei dem doch sehr aktuellen Thema ging die Referentin zunächst auf die Ursachen eines solchen Verhaltens ein und stellte Maßnahmen vor, die diesem Verhalten durch sogenannte „Skills“ entgegen wirken. Skills werden eingesetzt, um dem Körper einen starken Reiz zu geben und somit von dem Vorhaben der Selbstverletzung abzulenken und so eine Alternative zum selbstverletzendem Verhalten zu bieten. Hierbei unt
erstrich die Referentin die Wichtigkeit der Arbeit von Ergotherapeuten bei solch einem Hilferuf, denn sie stellt eine gute Ergänzung zu einer psychotherapeutischen Behandlung, die ebenfalls zwingend erforderlich ist, dar.

„DIE WICHTIGKEIT DER MUSIK IN DEN ERSTEN DREI LEBENSJAHREN“

Einen erlebnisreichen Beitrag leistete auch Herr Prof. Dr. Dr. h.c. Hermann Rauhe, Ehrenbürger der
Gemeinde Wanna und Namensgeber der Grundschule in Wanna, tätig an der Hochschule für Musik
und Theater in Hamburg, Institut für Kultur und Medienmanagement, Universität Hamburg.

Hervorgehoben wurde während seines Vortrages die Wichtigkeit der Musik in den ersten drei
Lebensjahren, da sie eine große Rolle in der Persönlichkeitsentwicklung spielt. Des Weiteren betonte
er, dass Musik eine heilende Wirkung hat und gesund und fit hält. Er beendete den Vortrag mit einem
gemeinsamen Kanon, an dem alle Beteiligten viel Spaß hatten.

„ERGOS MACHEN MIT – ERGOTHERAPIE IM AMBULANTEN FACHBEREICH PSYCHOSOMATIK“

Den Abschluss der Fachtagung gestaltete unter anderem die Präsentation von Anna- Mareike Neikes,
Ergotherapeutin (Bsc of Health) und systemische Sozial- und Familientherapeutin. Sie berichtete mit
dem Titel „Ergos machen mit – Ergotherapie als ergänzendes Behandlungsangebot innerhalb eines
multimodalen Behandlungsprozesses im ambulanten Fachbereich Psychosomatik“, über die
Wichtigkeit der Ergotherapeuten zur Entwicklung von Fähigkeiten, Lernen, Rehabilitation und
Anpassung. Während der Therapie steht das Einsetzen von Kreativität und die Entwicklung von Zielen
im Vordergrund.

„WAS NUN? – BURNOUT SYNDROM“

In dem Vortrag von Dr. med. T.F. Möller-Titel, Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie und
Neurologie, ging es um das Thema „Was nun? – Burnout Syndrom“. Hierbei wurden die Gäste in entspannter Atmosphäre über Maßnahmen informiert, die einem Burnout vorbeugen. Es wurde betont, dass das Achten auf sich selbst und auf den eigenen Körper der beste Schutz gegen Burnout ist. Dies übten die Gäste anhand einer Meditationsübung.

„BOOT – HILFE UND SELBSTHILFE FÜR PSYCHOSOMATISCH ERKRANKTE E.V“

Im Rahmen der Fachveranstaltung wurde auch der Verein Boot – Hilfe und Selbsthilfe für psychosomatisch Erkrankte e.V von Herrn Schubel vorgestellt. Der Verein wurde 2012 in Cuxhaven gegründet und nimmt sich dem Thema Psychosomatik an. Er bietet Betroffenen und Interessierten Möglichkeiten für Information, Austausch, Hilfe, Selbsthilfe und möchte eine Lobby für die Thematik schaffen. Der Verein würde sich über neue „Mitstreiter“ freuen.

WORKSHOP: „DIE BEGEGNUNG MIT DEM INNEREN KIND“

Am Samstag fand dann zum einen der Workshop „Die Begegnung mit dem inneren Kind“, geleitet von
Herrn Mirko Morisse, Arzt und ärztlicher Psychotherapeut in der sysTelios Klinik, Heidelberg statt. In
dem Workshop wurden vielfältige Möglichkeiten aufgezeigt, mit denen eine Begegnung mit dem Inneren Kind
erreicht werden kann und welcher Zweck dahinter steht. Neben den theoretischen Aspekten enthielt der Workshop viele Selbsterfahrungsanteile für die Teilnehmer.

WORKSHOP: „DAS ASPERGER-SYNDROM – UNTERSTÜTZUNGSMÖGLICHKEITEN IM SCHULALLTAG“

Zum anderen fand der Workshop „Das Asperger-Syndrom – Unterstützungsmöglichkeiten
im Schulalltag“, geleitet von Herrn Dr. Anas Nashef, Diplom-Psychologe, Leitung Autismus-Therapiezentrum Debstedt, statt, in dem unter Anderem viele Unterstützungsprinzipien und -möglichkeiten für Schüler mit Asperger-Syndrom im Schulalltag vorgestellt und anschließend rege diskutiert wurden.

Das Fazit des Geschäftsführers und ärztlichen Leiters des MVZ Jochen Timmermann zu beiden Tagen
dieser Veranstaltung ist sehr positiv. Er merkt an, dass hierbei stark hervor ging, dass die Erkrankung einer einzelnen Person oftmals die Krankheit der gesamten Familie ist. Somit muss nicht nur der Einzelne behandelt werden sondern das ganze System. Insgesamt war es eine sehr gelungene Veranstaltung mit schöner Atmosphäre und viel Fachwissen.

Auch zwischen den Vorträgen wurde im Cafe, in der „Waffelstube“ und dem Verkaufsstand der Tagesgruppen des MVZ ordentlich geklönt, diskutiert und ausgetauscht.

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